Dresden - Altstadt
Die Frauenkirche findet ihren Ursprung in einer kleine romanischen Kirche "Zu unserer lieben Frauen" aus dem 11 Jh. Mit der Zeit entsprach die Kirche nicht mehr den Bedürfnissen und der Rat der Stadt fällte 1722 den Beschluß eine neue, größere Kirche zu bauen. Dafür wurde der Ratszimmermeister und Architekt George Bähr beauftragt. Sein Entwurf wurde 1726 von der Stadt genehmigt. Die Finazierung lief vorwiegend aus Spenden der Dresdner Bürger. 1734 wurde der Innenraum mit einer Feier geweiht.Der Weiterbau der äußeren Kirche verzögerte sich jedoch. G. Bähr veröffentlichte seinen Plan die Kuppel aus massiven Stein zu bauen, stieß aber damit auf arge Bedenken. Doch er hatte einen Fürsprecher - August der Starke und die Kuppel aus Stein war bedeutend billiger als eine Kuppel aus Kupfer.
1743 wurde der Monumentalbau vollendet. Bei dem Geschwaderangriff vom 13. zum 14. Februar 1945 wurde fast die komplette Innenstadt Dresdens zerstört. Die Frauenkirche aber überlebte den Bombenhagel wie durch ein Wunder. Sie brannte jedoch aus und so löste sich der innnere Stützpfeiler und konnte die Last nicht mehr halten. Die Frauenkirche stürzte am 15.Februar 1945 ein.
Die Ruine stand seit dem als Mahnmal im Zentrum von Dresden. Nach der deutschen Wiedervereinigung begann eine Bürgerinitiative den Wiederaufbau zu fordern. Unter folgenden Bedingungen wurde das dann auch beschlossen. Die Finanzierung sollte fast ausschließlich aus Spendengeldern geschehen. Ein originalgetreuer Wiederaufbau sollte unter Verwendung der in den Trümmern gefundenen Steinen bis zum 800jährigen Stadtjubiläum 2006 erfolgen.
Spenden kamen aus aller Welt und die Originalsteine sind an der Fassade durch ihre dunkle Färbung gut zu erkennen.